Kosten Kaufberatung 2026 Ratgeber

Was beeinflusst den Fensterpreis? Die 6 wichtigsten Faktoren beim Fensterkauf 2026

Warum kostet das eine Fenster so viel mehr als das andere — obwohl sie ähnlich aussehen? Hinter dem Preis eines Kunststofffensters stecken mehrere Faktoren, die sich teils erheblich auswirken. Wir erklären, worauf es ankommt — damit Sie beim Kauf keine bösen Überraschungen erleben.

Kurzversion: Das Profilsystem, die Verglasung und die Fenstergröße machen den größten Unterschied. Extras wie Farbe, Sprossen oder Rollläden kommen obendrauf. Ihre individuelle Konfiguration erstellen Sie einfach im Konfigurator — wir schicken Ihnen dann ein Angebot.

Die 6 Faktoren, die den Fensterpreis bestimmen

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Profilsystem
Kammernanzahl, Bautiefe und Dichtungsebenen bestimmen Dämmwirkung und Preis. Mehr Kammern = besser gedämmt, aber teurer.
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Verglasung
2-fach oder 3-fach-Glas — der größte Einzelfaktor bei Wärmedämmung und Preis. 3-fach ist für Förderung oft Pflicht.
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Größe & Typ
Je größer die Fläche und je mehr Flügel, desto mehr Material — und mehr Preis. Festverglasungen sind günstiger als Dreh-Kipp-Fenster.
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Farbe & Dekor
Weiß ist Standard. Farben und Holzdekore erfordern eine Folierung des Profils — das erhöht den Preis spürbar.
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Einbau
Montage durch einen Fachbetrieb kommt zu den Fensterkosten hinzu. Pflicht bei KfW-Förderung — beim Selbsteinbau entfällt der Zuschuss.
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Extras
Rollläden, Sprossen, Sicherheitsbeschläge (RC2) — jedes Extra erhöht den Preis, bietet aber echten Mehrwert.

Faktor 1: Das Profilsystem

Das Profilsystem ist das Gerüst des Fensters — die Kunststoff-Hohlkammer-Konstruktion, in die Glas und Beschläge eingesetzt werden. Bei Drutex gibt es mehrere Systeme mit unterschiedlichen Eigenschaften:

Drutex-ProfilKammernBautiefeUw-Wert (mit 3-fach-Glas)
IGLO 5 Classic570 mmbis 0,83 W/(m²K)
IGLO Light5, schmal70 mmbis 0,88 W/(m²K)
IGLO Energy782 mmbis 0,71 W/(m²K)
IGLO EDGE782 mmbis 0,66 W/(m²K)

Mehr Kammern bedeuten bessere Wärmedämmung und einen niedrigeren U-Wert — aber auch einen höheren Preis. Wer KfW-Förderung beantragt, profitiert davon: Ein besseres Profil zahlt sich durch den Zuschuss schneller aus.

Faktor 2: Verglasung — 2-fach oder 3-fach?

Die Verglasung hat nach dem Profilsystem den größten Einfluss auf Preis und Dämmwirkung. Der entscheidende Kennwert ist der Ug-Wert — der Wärmedurchgangskoeffizient der Scheibe allein.

VerglasungUg-WertKfW-förderfähig (Uw ≤ 0,95)?
2-fach-Wärmeschutzglasca. 1,0 W/(m²K)Nur mit sehr gutem Profil
3-fach-Wärmeschutzglasca. 0,5–0,6 W/(m²K)Ja, in Kombination mit IGLO 5+
Empfehlung: Wer eine energetische Sanierung plant und KfW-Förderung nutzen möchte, sollte direkt auf Dreifachverglasung setzen. Der Aufpreis gegenüber 2-fach-Glas kann durch den 15%-Zuschuss erheblich reduziert werden. Mehr dazu im KfW-Ratgeber.

Faktor 3: Fenstergröße und Typ

Je größer die Glasfläche, desto mehr Material wird verarbeitet — der Preis steigt proportional. Außerdem unterscheiden sich die Typen deutlich:

  • Festverglasung — günstigste Variante, kein Öffnungsmechanismus nötig
  • Dreh-Kipp (einflügelig) — Standardmodell, sehr verbreitet
  • Zweiflügelig mit Stulp — ein Flügel mit, einer ohne Griff, kein Mittelpfosten
  • Zweiflügelig mit Pfosten — zwei vollwertige Flügel, strukturell stabiler
  • Kellerfenster — Kleinstformat, andere Beschläge, deutlich günstiger

Balkontüren folgen derselben Logik wie Fenster — aber durch ihre Höhe (oft 210 cm oder mehr) ist die Glasfläche größer und das Gewicht des Flügels höher, was robustere Beschläge erfordert.

Faktor 4: Farbe und Dekor

Weiß ist das Standardprofil — ohne Aufpreis. Sobald eine andere Farbe oder ein Holzdekor gewählt wird, muss das Profil foliiert werden. Das ist ein zusätzlicher Fertigungsschritt:

  • Einfarbig (innen = außen): z.B. komplett Anthrazitgrau — ein Foliierungsschritt
  • Zweifarbig (außen anders als innen): z.B. außen Anthrazit, innen Weiß — aufwendiger und entsprechend teurer
  • Holzdekore: z.B. Goldeiche, Mahagoni, Nussbaum — ähnlich wie zweifarbig, eigene Folie pro Dekor
Hinweis: Farbe ist eine dauerhafte Entscheidung — nachträgliches Umfolieren ist aufwendig und teuer. Wer unsicher ist, welche Farbe zum Haus passt: Im 3D-Konfigurator lässt sich die Farbwirkung vor dem Kauf live visualisieren.

Faktor 5: Einbau durch Fachbetrieb

Das Fenster selbst ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Hinzu kommt die Montage — also Ausbau der alten Fenster, Einbau der neuen, Abdichtung, Anputzleisten und Entsorgung.

Wichtig: Wer KfW-Förderung beantragen will, muss einen Fachbetrieb beauftragen. Eigeneinbau schließt die Förderung aus. Wer dagegen kein Interesse an Förderung hat und handwerklich erfahren ist, kann den Einbau selbst übernehmen — dann entfällt dieser Kostenpunkt.

Wir liefern Drutex-Fenster ohne Einbau deutschlandweit per Spedition. Auf Anfrage vermitteln wir Montagepartner in Brandenburg und Berlin.

Faktor 6: Extras und Optionen

Jede Ausstattungsoption, die über das Basismodell hinausgeht, erhöht den Preis — bietet aber konkrete Vorteile:

  • Aufsatzrollladen: Sicht- und Sonnenschutz, Einbruchhemmung, in elektrisch oder manuell — erheblicher Aufpreis, aber hochfrequent nachgefragt
  • Sprossen: Rein optisch, innen liegend oder aufgesetzt — moderater Aufpreis
  • RC2-Sicherheitsbeschlag: Einbruchschutz nach DIN EN 1627, Pilzkopfzapfen ringsherum — bei IGLO Energy oft serienmäßig
  • Lüftungsschlitz / Dauerbelüftung: Für Passivhausnorm oder feuchte Räume, kleine Zubuchung

Wie kauft man sinnvoll Fenster?

  1. Direkt vom Fachhändler — kein Zwischenhandel. Wir sind autorisierter Drutex-Händler und liefern direkt ohne Aufschlag durch eine weitere Handelsstufe.
  2. KfW-Förderung beantragen. Wer förderfähige Fenster (Uw ≤ 0,95) einbaut und einen Fachbetrieb beauftragen, bekommt 15% der Kosten zurück. Wie das geht, erklärt unser KfW-Ratgeber.
  3. Lagerfenster nutzen, wenn die Maße passen. Lagerware ist günstiger als Maßanfertigung. Im Shop finden Sie sofort verfügbare Fenster.
  4. Gebrauchte Fenster für Nebenräume. Für Keller, Garage oder Nebengebäude reicht gebrauchte Qualitätsware. Wir haben rund 500 Stück auf dem Hof in Brandenburg.

Häufige Fragen (FAQ)

Was macht Fenster teurer oder günstiger?
Die größten Faktoren: Profilsystem (mehr Kammern = besser, aber teurer), Verglasung (3-fach kostet mehr als 2-fach), Fenstergröße und -typ, Farbe (alles außer Weiß kostet Aufpreis), und Extras wie Rollläden oder RC2-Beschläge.
Lohnt sich Dreifachverglasung?
Fast immer — besonders wenn KfW-Förderung geplant ist. Der Mehrpreis gegenüber 2-fach-Glas kann durch den 15%-Zuschuss deutlich reduziert werden. Dazu kommen niedrigere Heizkosten über die Lebensdauer des Fensters.
Ist Weiß wirklich günstiger als andere Farben?
Ja. Weiß ist das Standardprofil ohne Aufpreis. Farben und Holzdekore erfordern eine Foliierung des Profils — das ist ein zusätzlicher Fertigungsschritt und erhöht den Preis. Zweifarbig (außen und innen verschieden) ist nochmals aufwendiger als einfarbig.
Kann ich Fenster selbst einbauen?
Ja. Wir liefern ohne Einbau. Selbsteinbau ist bei handwerklicher Erfahrung möglich — spart die Montagekosten, schließt aber KfW-Förderung und Herstellergarantie aus. Für alle, die Förderung wollen: Fachbetrieb beauftragen.
Gibt es eine Förderung für neue Fenster?
Ja. Über das KfW-Programm BEG EM erhalten Eigenheimbesitzer 15% der förderfähigen Kosten zurück, wenn die Fenster Uw ≤ 0,95 W/(m²K) erreichen und von einem Fachbetrieb eingebaut werden. Antrag muss vor Vertragsabschluss gestellt werden. Details im KfW-Ratgeber.

Ihre Konfiguration — in 5 Minuten

Maß eingeben, Profil wählen, Verglasung und Extras konfigurieren — wir schicken Ihnen Ihr persönliches Angebot.

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Hinweis: Dieser Artikel erklärt allgemeine Kostenfaktoren beim Fensterkauf (Stand Mai 2026). Konkrete Angebote hängen von Ihrem individuellen Bedarf ab. Für ein verbindliches Angebot nutzen Sie unseren Konfigurator oder kontaktieren Sie uns direkt.